Ausgeschwiegen Folge 2: Was genau erwartet dich in diesem Podcast

Ausgeschwiegen Folge 2: Was genau erwartet dich in diesem Podcast

Gepostet von am Okt 5, 2018 in Blog

Hier die zweite Podcast-Folge

Und hier der Text der zweiten Folge:

Das Wort Rhetorik entstammt dem Griechischen „rhetorikē technē“, was „Redekunst“ bedeutet. Der Ursprung liegt in der griechischen Antike. Die Rhetorik fand vor allem in politischen und meinungsbildenden Prozessen Anwendung. So war die politische Diskussion im alten Athen ein beliebtes Forum, das Redner nutzen. Der „Rhetor“ ist ein Redner, aber auch der Lehrer, der die Redekunst unterrichtet.

Diese Redekunst verfolgt dabei die Absicht, den Zuhörer entweder von einer bestimmten Aussage zu überzeugen, seine Meinung zu beeinflussen und zu ändern oder ihn zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Die Rhetorik unterlag im Lauf der Jahrhunderte einem Wandel. In der Antike wurde sie als hohe Kunst geschätzt und gelehrt, beispielsweise auch von Aristoteles, der zur Rhetorik auch Schriften verfasste.

Auch im Mittelalter war die Rhetorik neben unter anderem der Logik und der Grammatik eine der aus der Antike übernommenen sieben freien Künste und wurde regelmäßig unterrichtet.

In der Zeit der Aufklärung aber wurde die Rhetorik eher ablehnend behandelt. Vor allem seitens der Wissenschaft. Sie wurde aus dem Alltag, den Wissenschaften und sogar dem Denken verdrängt, denn man warf der Rhetorik vor, von der rationalen, der wissenschaftlichen Erkenntnis abzulenken.

Heutzutage verstehen wir unter Rhetorik in der Regel nur noch eine Technik der Rede und eventuell der Textauslegung. Formuliert man es banal, dann ist es:

Die Theorie und Praxis der Rede und Gesprächsführung. 

Der Begriff Rhetorik ist heute nicht eindeutig definiert, sondern eher aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedlich interpretiert. Die beiden dominierenden Perspektiven sind die Praxis auf der einen und die Wissenschaft auf der anderen Seite. Seitens der Wissenschaft wird die folgende Unterscheidung bemüht. Es gibt die „Allgemeine Rhetorik“, die vor allem auch die Forschung und Wissenschaft einbezieht. Dann gibt es die „Angewandte Rhetorik“. Sprich, die Nutzung der Rhetorik in der Praxis. 

Hier im Podcast und in meinem Buch widmen wir uns natürlich der angewandten Rhetorik, die wir auch als „Gebrauchs-Rhetorik“ bezeichnen können. Das bedeutet, dass wir uns mit der Nutzungen von Rede-Technik im Alltag beschäftigen wollen. Wie schon in der ersten Folge erwähnt, ist das Buch ist aus einem Seminar-Skript entstanden, mit dem ich etliche Rhetorik-Seminare gehalten habe.

Was sind die Ziele von Buch und Podcast?

Was will ich mit diesem Buch und diesem Podcast erreichen? Das Buch ist als Praxisbuch zum Selbststudium gedacht. Es soll Dich dabei unterstützen, rhetorische Fähigkeiten zu erlernen und zu verbessern. Der Podcast hat ein ähnliches Ziel, soll aber auch begleitende Themen zum Inhalt haben und Anregungen, Tipps und Tricks vermitteln. Doch das reine Lesen dieses Buches oder das Hören dieses Podcasts kann nicht die Praxis ersetzen. Wenn Du nur etwas über das Fahrradfahren liest, dich aber niemals in den Sattel schwingst und tatsächlich in die Pedale trittst, dann wirst Du auch nie das Radfahren lernen! Mit anderen Worten, Du solltest die Übungen im Buch und hier im Podcast auch tatsächlich aktiv mitmachen. Wenn Du tatsächlich die Redekunst effizient erlernen und perfektionieren willst, solltest Du ein Rhetorik-Seminare beispielsweise bei mir besuchen und ganz praxisorientiert mit mir und anderen Teilnehmern „trainieren“. 

Das Buch und der Podcast sollen Dir dabei helfen, zunächst Sprechangst und Redehemmungen zu erkennen und abzubauen. Weiterhin soll es Grundlagen und Techniken der freien Rede vermitteln. Du wirst außerdem einiges über das aktive Einbeziehen des Körpers lesen, hören und lernen, denn der Körper redet über Gestik und Mimik immer mit und macht eine Rede erst lebendig. Wir werden uns mit Sprech- und Sprachtechnik intensiv beschäftigen. Auch wenn diese beiden Begriffe fast identisch klingen, steckt doch hinter beiden etwas völlig anderes. Auch das Thema Dialekt, Fachsprache und Wortschatz werden wir ansprechen. Weiterhin werden wir auch erarbeiten, wie man sich auf verschiedene Redesituationen vorbereitet. Ob es eine geplante ausführliche Rede ist oder aber die kurze spontane Stegreifrede, man kann sich auf beides vorbereiten!

Auf dieser Grundlage wirst Du durch viel Üben sicherer und besser. Das Buch und dieser Podcast kann Dich nicht zu einem eloquenten Redner machen, das kannst nur Du selbst! Mit dem Buch und dem Podcast zeige Ich Dir Mittel und Wege auf und gebe Dir Anleitungen, wie Du das freie Reden üben kannst, um von mal zu mal besser zu werden.

Hier im Podcast aber vor allem auch im Buch biete ich Dir wie schon gesagt auch eine Reihe von praktischen Übungen an. Ob Du diese wirklich machst, bleibt Dir überlassen. Ich kann es Dir nur dringend empfehlen! Denken nochmal an mein Beispiel mit dem Fahrradfahrer! Wer nur über das Radfahren liest, sich aber nicht tatsächlich auf den Sattel setzt und in die Pedale tritt, wird auch nicht Radfahren lernen! 

Für die praktischen Übungen solltest Du, wenn möglich, eine Videokamera auf einem Stativ nutzen. Mit der nimmst Du dich selbst während der Übung auf. Das bietet Dir die beste Möglichkeit, dich selbst nach der Übung aus der Zuschauerperspektive zu betrachten und zu analysieren. Statt der Videokamera tut es natürlich auch Dein Smartphone, mit dem Du dich auch problemlos filmen kannst.

Das Buch heißt „Ausgeschwiegen – Ein Praxishandbuch zur Rhetorik“ und ist seit Mitte September 2018 als Taschenbuch und als eBook im Handel.

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Ausgeschwiegen: Ein Praxishandbuch zur Rhetorik

Das Problem, dass viele mit dem Reden haben, steckt im Kopf. Das beginnt mit der Redeangst, geht über mangelnde Erfahrung und Übung bis hin zum Glauben "Ich lerne das nie!" Doch! Jeder kann es lernen und genau darum kümmert sich dieses Buch. Es ist aus einer Vielzahl von Seminaren zum Thema Rhetorik entstanden und bietet auch viele praktische Übungen an.

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